5000 Euro für die Krisenbegleitung für Kinder nach häuslicher Gewalt


Die sofortige Hilfe und professionelle Unterstützung für betroffene Kinder und Jugendliche nach einem häuslichen Gewaltvorfall sind von großer Bedeutung. Die eigenen Eltern selbstsind in dieser hoch belastenden Situation kaum in der Lage Ansprechpartner für ihre Kinder zu sein.

Bereits im zweiten Jahr finanziert die Sonja Reischmann Stiftung die Heilpädagogin Ingrid Hafenbrak mit 5000 Euro.

Das Zeitfenster direkt nach einem Gewaltvorfall ist oft eng, um in Kontakt zu kommen, zu bleiben und bei Bedarf in weitere Hilfesysteme vor Ort vermitteln zu können.

Die Kinder oder Jugendlichen brauchen einen vertrauensvollen, qualifizierten Zuhörer für ihre Fragen, Ängste, Nöte, Sorgen aber auch für Wünsche und Sehnsüchte. Sie müssen erfahren, dass sie nicht übersehen werden, dass sie wichtig sind und eine eigene Sichtweise der Dinge haben (dürfen).

Frau Hafenbrak ermutigt die Töchter und Söhne über ihre Gewalterfahrungen zu sprechen. Sie bestärkt die Möglichkeit einer Veränderung in den Blick zu nehmen und zeigt ihnen neue Wege auf. Die Betroffenen brauchen Informationen, was als nächstes ansteht, wie es weitergehen kann, wer Halt, Orientierung und Strukturierung im Lebensalltag jetzt und in Zukunft bieten kann.


Statistische Daten über Hilfsmassnahmen im Vergangenen Jahr


Ø
Die Beratungsgespräche erhielten neunzehn Kindern und Jugendlichen.

ØDie zwölf Mädchen und sieben Jungen kamen aus zehn Familien.

ØDie Einzel- oder auch Geschwisterkinder waren zwischen zwei und achtzehn Jahre alt.

ØDen indirekt oder manche auch direkt von Gewalt Betroffenen wurde eine eigenständige Unterstützung geboten.

ØDie Krisenbegleitung fand in Form von Beratungsgesprächen und anderen Ausdrucksarten statt.

ØHausbesuche, beratende Telefongespräche und Mailkontakte wirkten entlastend und dienten zur Beruhigung und Stabilisierung der Gesamtsituation.


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