Pilotprojekt "Leseförderung durch Vorlesen"

Leseförderung durch Vorlesen

Wer lesen kann ist klar im Vorteil...

Doch leider trifft das nicht auf alle Schulkinder zu. Mangelnde Lesefähigkeit erschwert den Kindern das Lernen.. Um diesen Nachteil auszugleichen und Lesefreude zu vermitteln, läuft seit September an verschiedenen Hauptschulen das Pilotprojekt „Leseförderung durch Vorlesen".

Gefördert durch die Sonja Reischmann Stiftung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Weingarten und dem Staatlichen Schulamt Markdorf, werden SchülerInnen der Klassen fünf bis acht individuell gefördert.

 

Konzept des Projekts im Schuljahr 2011/2012
Auf Anregung der Sonja-Reischmann-Stiftung wurde das Projekt auf die Klassen 5-8 der Hauptschule ausgedehnt wobei das Projekt an sich Grundschul- und Realschulklassen mit einbezogen hat.

Beteiligt sind jetzt insgesamt

  • ca. 1000 SchülerInnen der Sekundarstufe I (Hauptschulen/Werkrealschulen),
  • ca. 1000 SchülerInnen der Grundschule und
  • ca. 500 SchülerInnen der Realschule

 

  1. Leseförderung durch Vorlesen:
    Die Lehrkräfte lesen 15 Wochen den SchülerInnen 3-4 Mal pro Woche 10-15 Minuten Texte Ihrer Wahl vor (Bücher oder kurze Texte und Geschichten).

    Die nachfolgenden zwei Projektteile werden zusätzlich von der Sonja Reischmann Stiftung gefördert, um den Erfolg der Leseförderung noch zu erhöhen. Da es in den Hauptschulen besonderes viele Wenig –Leser gibt und diese noch häufig aus sozial schwachen Milieus stammen, ist die Förderung dieser lesefernen SchülerInnen besonders sinnvoll. Während des Schulhalbjahres werden diese SchülerInnen15 Wochen lang eine zusätzliche Stunde Leseförderung erhalten.

  2. Leseförderung durch szenisches Spiel:

    10 Lehrkräfte fördern die SchülerInnen zusätzlich je 1 Stunde pro Woche in 15 Wochen = ½ Schuljahr) Lustige und ernste Texte (Gedichte/Geschichten aus Jugendtheaterstücken) werden in kleinen Szenen umgesetzt (Präsentationen geplant).Der Spaß wird dabei zum Motor der Leseförderung.
    Zusätzlich lernen die SchülerInnen mithilfe des szenischen Spiels („Stützrädchen-Prinzip"), sich Textinhalte besser vorstellen zu können (Schulung der Imaginationsfähigkeit).Als zusätzlichen Projektpartner konnte hier das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GWHS) in Meckenbeuren gewonnen werden.

  3. Abschluss des Projekts

    Im Februar 2012 fand eine Abschlussveranstaltung mit dem international bekannten Kinder- und Jugendbuchautor Manfred Mai statt. Hier wurden an der Pädagogischen Hochschule Weingarten neben ersten Ergebnissen des Projekts auch die geplante Fortführung präsentiert.
    Manfred Mai las zudem aus seinen Büchern vor und stand für Fragen rund um die Literatur zur Verfügung.