Ein-Eltern-Familien mit sehr geringen Einkommen erhalten oftmals weder vom zweiten Elternteil noch von nahen Verwandten finanzielle oder persönliche Zuwendung.
Für solche Fälle rief die Sonja-Reischmann-Stiftung das Projekt „Löwenkinder“ ins Leben. Das Projekt begleitet und unterstützt betroffene Ein-Eltern-Familien.
Zirka 35 Familien werden möglichst zweckgebunden mit bis zu 100 Euro im Monat gefördert. Die Stiftung stellt dafür jährlich 40.000 Euro zur Verfügung.
Um den Alltag zu erleichtern, steht eine Familienpflegerin mit Rat und Tat zur Seite. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Familie bei Behördengängen zu begleiten und bei Bildungs- und Freizeitangeboten zu beraten. Zusätzlich unterstützt sie die Familie, falls notwendig, bei der beruflichen Wiedereingliederung.
Ergänzend zum Bildungspaket übernimmt die Sonja Reischmann Stiftung die notwendigen Kosten für z.B. individuelle Förderung, Sportvereinskosten, Schwimmkurse, Reittherapie, Hort- und Mensakosten, Schulbedarf usw.
Ziel ist es, den Familien ein paar Alltagssorgen abzunehmen und ihnen eine Perspektive für die Zukunft aufzuzeigen. Zusätzlich soll erreicht werden, dass die Kinder sozial in ihrem Umfeld eingebunden
sind, ihre Freizeit sinnvoll gestalten und so unbeschwert aufwachsen wie alle anderen Kinder auch.
Leseförderung durch Vorlesen
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Doch leider trifft das nicht auf alle Schulkinder zu. Mangelnde Lesefähigkeit erschwert den Kindern das Lernen.. Um diesen Nachteil auszugleichen und Lesefreude zu vermitteln, läuft seit September an verschiedenen Hauptschulen das Pilotprojekt „Leseförderung durch Vorlesen“. Gefördert durch die Sonja Reischmann Stiftung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Weingarten und dem Staatlichen Schulamt Markdorf, werden SchülerInnen der Klassen fünf bis acht individuell gefördert.
Konzept des Projekts im Schuljahr 2011/2012
Auf Anregung der Sonja-Reischmann-Stiftung wurde das Projekt auf die Klassen 5-8 der Hauptschule ausgedehnt wobei das Projekt an sich Grundschul- und Realschulklassen mit einbezogen hat.
Beteiligt sind jetzt insgesamt
- ca. 1000 SchülerInnen der Sekundarstufe I (Hauptschulen/ Werkrealschulen),
- ca. 1000 SchülerInnen der Grundschule und
- ca. 500 SchülerInnen der Realschule
1. Leseförderung durch VORLESEN:
Die Lehrkräfte lesen 15 Wochen den SchülerInnen 3-4 Mal pro Woche 10-15 Minuten Texte Ihrer Wahl vor (Ganzschriften oder Kurzschriften).
Die nachfolgenden zwei Projektteile werden ausschließlich von der Sonja-Reischmann-Stiftung gefördert, um den Erfolg der Leseförderung noch zu erhöhen. Da es in den Hauptschulen besonderes viele Wenig –Leser gibt und diese noch häufig aus sozial schwachen Milieus stammen, ist die Förderung dieser lesefernen SchülerInnen besonders sinnvoll.
Während des Schulhalbjahres werden diese SchülerInnen15 Wochen lang eine zusätzliche Stunde Leseförderung erhalten.
2. Leseförderung durch Szenisches Spiel:
10 Lehrkräfte fördern die SchülerInnen zusätzlich je 1 Stunde pro Woche in 15 Wochen = ½ Schuljahr)
Lustige und ernste Texte (Gedichte/Geschichten aus Jugendtheaterstücken) werden in kleinen Szenen umgesetzt (Präsentationen geplant).
Der Spaß wird dabei zum Motor der Leseförderung. Zusätzlich lernen die Schüler mithilfe des szenischen Spiels („Stützrädchen-Prinzip“), sich Textinhalte besser vorstellen zu können (Schulung der Imaginationsfähigkeit).
Als zusätzlichen Projektpartner konnte hier das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GWHS) in Meckenbeuren gewonnen werden (Bereichsleiter JÜRGEN MACK)
3. Als Abschluss des Projekts ist eine Abschlussveranstaltung geplant.
Im Februar 2012 ist eine Abschulußveranstaltung mit dem international bekannten Kinder- und Jugendbuchautor Manfred Mai geplant. Hier werden an der Pädagogischen Hochschule Weingarten neben ersten Ergebnissen des Projekts auch der weitere Fortgang des Projekts präsentiert. Manfred Mai wird zudem eine Lesung aus einem seiner Werke durchführen und steht den Teilnehmern für Fragen in Umgang mit Literatur zur Verfügung.
Aufsuchende Werkstatt Süd – Sozialarbeit an der „Großen Wiese“
Um Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen aus der Südstadt auszugleichen, startet die Stadt Ravensburg ab dem Sommer 2011 ein neues Projekt. Im Focus steht der Ausbau von Freizeitangeboten für Kinder und Jugendlicheim Alter von 10 bis 16 Jahren.
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass ein Sozialarbeiter unter dem Motto:
“Aufsuchende Werkstatt Süd“, die Jugendlichen direkt an Ihrem Treffpunkt im Freien an der “Großen Wiese“ aufsucht und verschiedene Freizeitgestaltungen anbietet. Diese können sowohl musisch-kreativ, sportlich oder erlebnispädagogischer Natur sein. An erster Stelle steht aber der Werkstatt-Gedanke des Selber -Tuns und der Beteiligung.
Dieses Projekt ergänzt somit die bereits bestehenden Angebote und Einrichtungen(Jugendtreff Süd im Schülercafe der Neuwiesenschule sowie der Jugendtreff an der Schussen), sodass ein witterungsunabhängiges und ganzjähriges Arbeiten möglich ist.
Um dieses Projekt zu ermöglichen, haben sich verschiedene Ravensburger Stiftungen zusammengeschlossen. Gemeinsam stellen sieden erforderlichen Betrag für die ersten drei Jahre in Höhe von 75000€ der Stadt Ravensburg zur Verfügung, wobei sich die Sonja Reischmann Stiftung mit einem Betrag von 20000€ beteiligt.
Nach erfolgreichem Ablauf des Förderzeitraumes übernimmt die Stadt Ravensburg, als örtlicher Träger der Jugendhilfe, die Fortführung dieses Projekts.
Unsere Mutter-Kind-Wohnung:
Die Sonja Reischmann Stiftung stellt in Notfällen für meist sehr junge Mütter und ihr Kind eine Übergangsunterkunft zur Verfügung.
Für diese Fälle wurde in zentraler Lage eine Ein-Zimmer-Wohnung angemietet und einfach, aber komplett ausgestattet. Diese wird an junge Mütter in Not und ohne festen Wohnsitz untervermietet. Während dieses befristeten Wohnverhältnisses haben die Mütter Zeit, sich neu zu organisieren und in Ruhe nach einer Wohnung zu suchen.
Darüber hinaus bietet sie der kleinen Familie einen Schutzraum und die Möglichkeit, sich auf ein geordnetes Familienleben einzustellen.
Auf dem oftmals schwierigen Weg in ihr eigenständiges Leben betreut eine Fachkraft die junge Familie.
Sprachprobleme sind der Hauptgrund für schulisches Versagen. Dabei gibt es unter Migrantenkindern und Kindern aus bildungsfernen deutschen Familien auch viele begabte Kinder. Doch diese Kinder können selten Hilfe durch die Eltern erhalten.
In der Kuppelnauschule sollen nun unabhängig vom finanziellen und ethnischen Hintergrund alle Kinder die Chance haben, bei Problemen in der Schule Unterstützung zu finden.
Der Verein „zur Förderung der Schulentwicklung an der Grundschule Kuppelnau“ hilft Kindern und Eltern den Schulalltag zu bewältigen. Die Lehrerin Katrin Papendick geht auf Wunsch in die Familien und gibt Tipps bei schulischen wie auch erzieherischen Problemen. Mit 6200 Euro unterstützen wir auch dieses Jahr die sehr erfolgreiche Arbeit dieser auf Honorarbasis angestellten Lehrerin.
Individuelle Einzelförderung
Oft sind es Ausnahmefälle, die schnelles und unbürokratisches Handeln erfordern. Für diese Einzelschicksale hat die Sonja Reischmann Stiftung einen Hilfsfond bereitgestellt.
Im Rahmen der Individuellen Einzelförderung hat die Stiftung bis heute bereits 276 Kindern mit einem Gesamtbetrag von 49.517,63 Euro unterstützt. Jede Unterstützung wurde mit dem Jugend- oder Sozialamt abgesprochen und fand auf eine ganz individuellen Art und Weise statt.
Vielleicht auch dank Ihrer Hilfe.
Kreatives Ferienzentrum „MIKI“ der Stadt RavensburgFür berufstätige Eltern und Alleinerziehende von Grundschülern aus den Horten werden die vielen Ferien oftmals zum großen Problem. Kaum ein Berufstätiger hat 6 Wochen Urlaub am Stück. Viele Kinder sind sich in diesen Wochen selbst überlassen. Eine Betreuung ist finanziell oft nicht möglich. Die Kinder sollen während dieser Zeit nicht nur beaufsichtigt, sondern kreativ (mit Musik, Sport, Kunst, Spaß usw.) gefördert werden. Die Stadt Ravensburg kam unserem Wunsch nach und bot im August 2007 erstmalig das kreative Ferienzentrum „MIKI“ für ca. 150 Grundschulkinder an.
Seither findet MIKI jedes Jahr in den Sommerferien in der Schule statt.
Die Sonja Reischmann Stiftung unterstützt dieses Projekt sowie die Kinder der Familien mit geringem Einkommen maßgeblich.
Kleinkinderbetreuung „Klimbim“In der Wohnanlage Weinbergstraße unterstützen wir die offene Klein- kinderbetreuung „Klimbim“. Der Sinn dieser Kleinkinderbetreuung besteht darin, dass Eltern ihre Kleinkinder stundenweise, z.B. für Arztbesuche oder Termine verschiedene Art, an verschiedenen Wochentagen für jeweils maximal drei Stunden unterbringen können. Einkommensschwache Personen, die einen Wohngeldausweis vorweisen können, werden mit 50% der Unterbringungskosten (1,50 € statt 3,00 €/Stunde) unterstützt.
Die Erstausstattung der Kleinkinderbetreuungsstätte wurde mit 1.000,00 Euro bezuschusst.
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Freitag von 09:00 – 12:00 Uhr.

